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Das war die Thinkers Night

Ernährung in der Zukunft - Wie ernähren wir uns 2050?

Von Lebensmittelverschwendung, Food-Sharing, Bio-Standards, effektivere Nutzung der Ressourcen  bis hin zum Karrottenanbau auf der A1.

Wie müssen wir die Ernährung und unsere Gewohnheiten umstellen, damit 2050 neun Milliarden Menschen versorgt sind?

Der Klimawandel bedroht die globale Nahrungsmittelproduktion, die Bevölkerungszahlen steigen und die Vereinten Nationen sagen voraus, dass wir die gegenwärtige Nahrungsproduktion bis 2050 um 70 Prozent steigern müssten, um die ganze Welt zu ernähren.

Ein großes Thema, dass die ganze Welt bewegt – Grund genug für den 2050 Thinkers Club mit einer Expertenrunde nach Lösungsansätzen zu suchen.

 

Mit dabei Alexandra Gruber von der Wiener Tafel, sehr vertraut mit dem Thema Foodwasting. Sie weiß, jeder kann seinen Beitrag leisten: „Alle Tafeln zusammen  retten von den vermeidbaren Abfällen nur  2-3 Prozent. Ein großer Teil unserer Arbeit ist Bewusstseinsbildung. Bewusster einkaufen aber auch Aufklärung was die Sicherheitsbestimmungen betrifft. Das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht, dass die Lebensmittel am Tag danach automatisch schlecht sind und weggeworfen werden müssen.“

Olivia Herzog vom WWF wünscht sich, dass nicht Fleisch das Lockmittel sein soll damit Leute in den Supermarkt kommen sondern Obst und Gemüse. Dieses muss leistbar sein. „Das Kredo ist aber nicht esst kein Fleisch mehr. Das wird nicht funktionieren. Aber wir können ein Bewusstsein schaffen und mehr auf Qualität und Herkunft achten.“

Adelheid Sagmeister, Koordinatorin der MA22 der Stadt Wien für den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln gibt sie zu bedenken: „Essen darf nicht zu einem akademischen Prozess werden. Das Thema muss in der breiten Bevölkerung ankommen. Es muss möglich sein, dass auch Leute die nicht Ernährungswissenschaft studiert haben, sich so zu ernähren, dass es für sie gesund und nachhaltig ist.“

Für Sebastian Bohrn-Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens, sieht das Thema Ernährung vor allem stark politisch: „Es ist spannend wie politisch unsere Ernährung ist. Egal ob wir es bewusst konsumieren oder unbewusst werden wir zu politischen Akteurinnen. Die Art wie wir uns 2050 ernähren werden hängt auch ganz stark davon ab wie auch politische Prozesse gestaltet werden.“

Eine etwas abstrakte Zukunftsidee kommt von Weltenwanderer Gregor Sieböck „Wir könnten Karotten auf der A1 anbauen. Es sollte sowieso viel mehr zu Fuß gegangen werden. Das klingt verrückt aber es ist meine Vision.“

 

Mehr Zitate unserer Experten gibt es in unserem Video:

 

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