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Das war Members Talk: Wann kommt der Pflegeroboter?

Univ. Prof Markus Vincze über die Zukunft der Pflege – und welche Rolle Roboter dabei spielen werden

Jede vierte Familie in Österreich ist mit Pflegebedürftigkeit konfrontiert und laut derzeitigen Zahlen wird der Trend weiter steigen. Gleichzeitig arbeiten immer weniger Menschen im Pflegesektor. 2050 Thinkers wollten wissen, ob der Pflegeroboter diesem Notstand Etwas entgegenstellen könnte.

„Ich will ehrlich sein: Der Rollator ist unübertroffen, wir sind weit von dem entfernt, was wir eigentlich wollen. Aber es gibt unglaublich viel Potential für Roboter in der Pflege.“, erklärt Univ. Prof. Markus Vincze vom Automation & Control Institute (ACIN) der TU Wien. Speziell im Bereich der Demenz könnten Roboter wichtige Aufgaben übernehmen und so das menschliche Pflegepersonal entlasten. Repetitive Aufgaben sollen Betroffene aktiv halten und so den Verlauf der Krankheit mindern und gleichzeitig Analysen zum derzeitigen Krankheitsgrad liefern. Aber auch das Thema der Einsamkeit darf nicht ausgelassen werden. Roboter können auch die Rolle eines Kameraden einnehmen und so gegen das Gefühl des Alleinseins kämpfen. 

“Vor allem für spezielle Einschränkungen wie Demenz oder Autismus könnten Pflegeroboter eine Rolle spielen”

Univ. Prof. Markus Vincze

Um älteren Menschen den Umgang mit neuen Technologien so einfach wie möglich zu machen, müssen einige Dinge beachtet werden: Menschlich sollen die elektronischen Hilfen aussehen – ein Kopf und Arme sind ausdrücklich erwünscht. Nach einigen Wochen in denen der Roboter bei Pflegefällen in den eigenen vier Wänden eingesetzt worden waren, hat sich auch gezeigt: Die Nutzer haben eine emotionale Beziehung zu dem Roboter aufgebaut. Auf dieser positiven Bilanz wird derzeit weiter geforscht, um den Pflegeroboter von morgen Wirklichkeit werden zu lassen.

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