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Syrien meets Vienna beim 2050 Thinkers Club Culture Circle

Ein Abend im Orient: Essen, Geschichte und Syriens Kunst

„Es hätte nie eine Krise gegeben, hätte ganz Europa von Anfang an am selben Strang gezogen,” sagte Christian Konrad am 13. Juni 2018. “Jetzt ist womöglich sogar die Europäische Union in Gefahr. Auch das Herbeireden von neuen Flüchtlingswellen, die es gar nicht gibt, hilft niemandem.

Konrad hat sich an diesem Abend des Ramadhan gemeinsam mit rund 50 Gästen des 2050 Thinkers Clubs im Lokal Habibi & Hawara eingefunden, unter ihnen zahlreiche Syrerinnen und Syrer, von denen viele als Flüchtlinge nach Österreich gekommen sind, um mit Ihnen gemeinsam das Fasten zu Brechen.

Wo ein Wille, da auch ein Weg.

Christian Konrad

Konrad setzt sich für Geflüchtete ein

Der ehemalige Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung wird seinem Ruf als Macher einmal mehr gerecht. Geht nicht, gibt es nicht. Launig erinnert er sich zurück an den Spätsommer und Herbst des Jahres 2015 und kritisiert einmal mehr, dass Regierungsmitglieder und Beamte nicht flexibel genug waren, um mit der herausfordernden Situation umzugehen. Mehr als eine Dreiviertelmillion Menschen sind damals nach – oder durch – Österreich gereist. Ein Szenario für das es keine Checklisten, Richtlinien und Präzedenzfälle gab. „Meine Erfahrung aus der Tätigkeit als Flüchtlingskoordinator ist: Wo ein Wille, da auch ein Weg”, sagte Konrad und verschweigt auch nicht, dass er sein Gewicht in die Waagschale geworfen hat, um den einen oder anderen Entscheidungsträger zum Wollen zu verhelfen.

 

Ein Syrer ist ein Weltbürger. Wir haben alles in unserer Identität. Keine Identität ist gegen die andere. Ich bin sehr reich als Mensch

Maria Kriavaki

Syrien gestern und heute

Mittlerweile suchen weitaus weniger Menschen um Asyl in Österreich an. Im Jahr 2017 waren es knapp 25.000 Männer, Frauen und Kinder. Die meisten – rund ein Drittel – stammen aus Syrien. Welches Land diese Menschen verlassen haben, zeigt ein Kurzfilm von Raed Azawi, Chemiker und Pharmazie Student und Präsident des ASÖ (arabische Studenten in Österreich), deutlich. Damals war Syrien ein blühendes multikulturelles Land. Mehrere Anwesende meldeten sich zu Wort, um zu erzählen, was sie mit ihrer Heimat Syrien verbinden, eine Heimat, in der sich etliche Kulturen und Religionen vermischten und ein besonderes Zusammenleben ermöglichten. „Ein Syrer ist ein Weltbürger. Wir haben alles in unserer Identität. Keine Identität ist gegen die andere. Ich bin sehr reich als Mensch“, so die stolzen Worte von Maria Kriavaki, Präsidentin des Arabischen Frauenvereins in Österreich. Sie und andere befürchten – wenn überhaupt – in ein sehr verändertes Syrien wiederzukehren.

 

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